Katzenjammer (TA-Tagebuch vom 6. August 2008)

Ich habe es schon immer geahnt; ich unterschätze die Gefahren, die von Rothäuten ausgehen. Meine, jener Kater, der auf den schönen Namen “Louis” hört, sprang gestern, während ich schreibtischlerte, auf meine Wort-Drechselbank und fläzte sich quer über die Tastatur. Wutsch, war mein unfertiger, weil eben noch in Arbeit befindlicher TA-Tagebucheintrag futsch. Seite zu, Text fort. Dachte ich. Vorhin erfasste mich das blanke Entsetzen: Das Rudiment hatte trotzdem seinen Weg in den öffentlichen Tagebuch-Raum gefunden. Ob jetzt Menschen von mir meinen, […]


Katze aus dem Sack (TA-Tagebuch vom 9. August 2008)

Die Katze im Hause erspart den Psychiater. Sagte mein Weib, als sie vor 12 Jahren den ersten Stubentiger in unser Haus holte. Damals griente ich vor mich hin. In den letzten 144 Monaten lernte ich Demut und ‘ne Menge über durchaus auch positive Wirkungen dieser kleinen Schleicher. Es hat schon was, so einen Katzek zu Hause zu haben. Derzeit greift die Wirkung solcher Samtpfoten gar bis in die Thüringer Landes(medien-)politik, reicht bis ins “Schlüsselloch”. Das verfasst allwöchentlich der Chefredakteur der […]


Nach uns die (Daten-)Sintflut

Die Pressefreiheit in Deutschland ist in Gefahr. Aber kaum einer nimmt davon Notiz. Warum, darüber sprachen am Vorabend des Landesverbandstages 2007 Journalisten und ihre Gäste mit DJV-Justitiar Benno H. Pöppelmann und Dr Lutz Hasse, Referatsleiter beim Thüringer Datenschutzbeauftragten. Orwell mangelte es an Phantasie. Sein „1984“ mutet angesichts aktueller Überwachungs-Wirklichkeit harmlos an. Der Kontroll-Wahn kennt keine Grenzen. Hightech-Voyeure von Staats wegen sind unterwegs. Dank des grün-roten Wechselbalgs Schily haben wir seit 2005 den Festplatten-Salat: er ordnete das Ausspähen privater PC an […]


Oscar-Kolumne: Kinder los (21. 08. 2006)

Jetzt passiert’s. Ich vereinsame! Erst entschwindet voriges Jahr mein Greta-Kind nach Garmisch-Partenkirchen zwecks Ausbildung zur Hotelfachfrau. Und nun sagt auch die große Tochter, die eigentlich die kleinere, wohl aber die ältere von beiden ist, „Adieu!“. Das Abi in der Tasche, zieht es sie als Au pair nach Fronkreisch, Fronkreisch… Gut tun die beiden daran! Abgenabelt und die Welt erkundet! So sind Töchter, Gott sei Dank. Nix von wegen „Hotel Mama“! Wie sagte Dresdens Ex-OB Wolfgang Berghofer im wirbligen Wendewunder-Herbst 1989: […]


Oscar-Kolumne: Schweinische Weihnacht! (19. 12. 2003)

Ich weiß nicht, ob Sie es wissen: Die Katze im Haus erspart den Psychiater. Ein Beispiel: Eigentlich mochte ich Katzen. Weil sie schnurren. Und egoistisch sind. Sie lassen sich nur streicheln, wollen sie gestreichelt werden. Ich weiß, wovon ich schreibe: Ich leb‘ mit drei Frauen und ebenso vielen Katzen unter einem Dach. Dass zum Katzentrio zwei kastrierte Kater gehören und einer der beiden stockschwul ist, sei am Rande erwähnt. Denn eigentlich mag ich nun keine Stubentiger mehr. Wegen deren Haaren. […]