Statt vieler Worte einen Film machen

Gaaaanz großes Kino …
Nein, mit einer Schauspiel-Karriere liebäugelt die 23-jährige Christina Molderings aus Kirn nicht. Obwohl sie beim Film war und so etwas wie ein VWA-Star wurde.

Alles begann damit, dass die ehrgeizige junge Dame parallel zum Job bei der KHS GmbH in Bad Kreuznach studierte. Nach dreieinhalb harten Jahren hatte sie im Juni 2011 ihr Diplom als Betriebswirtin (VWA) in der Tasche.

Christinas Wissensdurst war auch Grund, dass sie von Sabine Müller, der Geschäftsführerin der Koblenzer Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie, für die Rolle vor der Kamera „gecastet“ wurde. Die 1988 in Geldern „am schönen Niederrhein“ Geborene sagte spontan zu: „Ich liebe Herausforderungen!“

Die Schauspielerei war ihr nach drei Jahren bei der schulischen Theater-AG nicht unvertraut. Die Arbeit mit der Film-Crew beeindruckte sie dennoch: „Schon erstaunlich, auf welche Details man achten musste!? Die Geräuschkulisse, der Hintergrund, die Helligkeit im Raum – alles wollte für den perfekten Moment bedacht sein!“

Sie ist nur wenige Sekunden zu sehen. Trotzdem stand sie mehr als eine halbe Stunde vor der Kamera. Damit alles so natürlich wie möglich wirkt, überließ es Regisseur Hilmar Lipp seinen Protagonisten, welche Kleidung sie trugen. Tabu waren nur reines Weiß oder Schwarz. Nur beim Make-up nahm eine Visagistin das Zepter – respektive die Schminkutensilien – in die Hand: „Sie war aber sehr dezent“, lobte Christina deren Arbeit.

Der Dreh lief familiär ab. So assistierte beim Text-Lernen der Regisseur. Weil die VWA nur wenige Vorgaben setzte, konnten Christina und die anderen Laien inhaltliche Vorschläge machen, mit den Filmemachern diskutieren, ihre Monologe sprechen, wie ihnen der Schnabel gewachsen war.

Trotz des großen Aufwandes und der Anspannung überwog daher bei Christina der Spaß. „Ich würde es immer wieder machen. Es war toll, die Crew super!“

Vier Monate nach der letzten Klappe sah sie den Film erstmals komplett geschnitten. Überrascht war sie, dass selbst ihr gut bekannte Drehorte durch das In-Szene-Setzen, das gekonnte Spiel mit dem Licht anders wirkten – verstärkt durch die passende Hintergrundmusik.

Trotz Begeisterung hadert Christina aber ein wenig mit den Profi-Sprechern der Off-Kommentare. „Sie klingen, wie mir scheint, zu perfekt.“

Neugierig ist sie, was Freunde und Arbeitskollegen sagen: Ihrer Familie gefiel er. Deshalb ist Christina auch sicher: „Alle anderen werden ebenso begeistert sein und staunen, wie toll wir die VWA – und uns! – ins Bild gesetzt haben.“

Der Dreh war für sie eine wichtige Erfahrung. „Nur wer sich den Herausforderungen des Lebens stellt, findet heraus, ob er sie meistern kann.“ Dieser Einstellung entspringt auch ihr Wunsch, in nächster Zeit Erfahrungen im Ausland sammeln zu können.

Bei einem Arbeitgeber, der sie so sehr beim Studium unterstützte, dürfte dieser Wunsch nicht unerhört bleiben.

„Plötzlich Filmstar!“
Das könnte auch Denise Gunkelmann sagen. Sie stand ebenfalls für die VWA-Filmproduktion vor der Kamera. Aber die Göttingerin hebt deshalb nicht ab.
Im Gegenteil. Im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit bleibt das Studium an der Berufsakademie Göttingen. Mitte des Jahres will sie ihren Bachelor of Arts in Business Administration geschafft haben. Parallel dazu arbeitet sie bei der ContiTech Transportbandsysteme GmbH in Northeim, wo Denise bis Juni 2011 ihre Berufsausbildung absolvierte.

Ihre Neugier brachte sie zum Film. Per Rundmail an alle Studierenden suchte man auch in Göttingen Laiendarsteller: „Ich fand das super interessant, habe ich mich sofort mit Foto und kurzem Anschreiben beworben“ – auch ohne jede Kamera-Erfahrung.

Denise überzeugte. So bekam die 1989 Geborene den Zuschlag: „Ich war vom Dreh positiv überrascht. Alle waren freundlich, offen und hilfsbereit. Es hat Spaß gemacht, mit der Crew zusammen zu arbeiten!“

Trotz großer Konzentration blieb es nicht aus, dass manche Sequenzen mehrfach wiederholt wurden. So ging ein ganzer Tag hin, standen schließlich auch drei Drehorte auf dem Plan. „Trotzdem fand ich es angenehm und nicht anstrengend.“

Jetzt sah sie erstmals den fertigen Film. Das Ergebnis überraschte sie nicht. „Schon beim Dreh habe ich viel darüber erfahren, was man darstellen will und wie es aussehen sollte.“

Denise findet die Version gelungen, hat aber auch noch Ideen – für diesen oder einen nächsten Film: „Ich wünschte mir Szenen aus Vorlesungen und Seminaren. Das BA-Studium zeichnet schließlich aus, dass wir in großer Runde, aber auch sehr individuell unser Wissen erwerben.“

Ihren Ausflug ins Filmfach fanden die Kommilitonen gut. Manche gaben gar zu, dass ihnen der Schneid dazu gefehlt hätte: „Ich habe es aber echt gerne gemacht und es war genau mein Ding!“

Überhaupt fand Denise das Projekt Klasse. „Das kann anschaulich den Bekanntheitsgrad der VWA und BA steigern.“

Statt vieler Worte einen Film machen
Genau dies inspirierte auch zum VWA-Film. Die zündende Idee hatte Jens Eufinger. Der Inhaber der CreativeNetwork Multimedia GmbH Wiesbaden strebt an der dortigen VWA den Abschluss als Betriebwirt an. Er war es leid, Bekannten wie Kollegen wortreich erklären zu müssen, was und wo er studiere. Statt vieler Worte einen kurzen Film machen – das schlug er vor. „Diese Sicht von außen, zugleich aber auch von jemanden, für den wir unsere Studienangebote konzipieren – das ist das Besondere an diesem Film“, hebt  Sabine Müller, Geschäftsführerin der VWA Koblenz, hervor.

Deshalb nahm das Vorhaben schnell Fahrt auf. Neben der VWA Koblenz engagierten sich jene in Göttingen, Leer und Essen. Überall dort gab es charmante Studierende wie Christina Molderings und Denise Gunkelmann, die nun im 71 Sekunden langen Film der VWA sympathisch Gesicht und Stimme geben.

Zehn Drehtage waren nötig. Etliche Stunden verbrachten Produzent Jens Eufinger und Regisseur Hilmar Lipp am Schneidetisch. Auch Berliner Special-Effects-Profis legten Hand an, die sonst für Hollywood-Produktionen arbeiten. Ihr Metier ist die Farbnachbearbeitung. Das taten sie u. a. auch bei „Ordnung im Lot“, dem jüngsten Bremer „Tatort“.

Der Werbespot folgt logisch dem Ansinnen der VWA-Arbeitsgruppe „Corporate Identity“: Nach der grundlegenden Erneuerung der verbandseigenen Zeitschrift AKADEMIE (2008) und dem Feinschliff ihres Layouts (2010), zwei Imageanzeigen-Serien (2008, 2011), der Frischzellenkur für die Homepages von Bundesverband (2008) und weiterer VWAen (2011/12), erschließt der Film neue Verbreitungswege. Er soll auf den Internetauftritten der Akademien des Bundesverbandes mit ihren über 20.000 Studierenden eingesetzt und auch in Sozialen Netzwerken und Blogs verbreitet werden: „Mehr Reichweite ist kaum zu erreichen“, freut sich Initiatorin Sabine Müller über den gelungenen Coup: „VWA – das ist eben gaaanz großes Kino!“

Der Link zum Film: http://bit.ly/wixA4B

(Foto: VWA Koblenz)

Der Beitrag fasst drei Texte zusammen, die im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien e. V. sowie der VWAen Koblenz und Göttingen geschrieben wurden.

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