„Nur was man gern macht, macht man gut.“

Mein guter Vorsatz für 2014 wird sein, Gelassenheit zu erlernen.

Gäbe es die auf Rezept, hätte ich meine Hausärztin schon so lange gequengelt, bis sie sie mir verschrieben hätte. Aber wohlmeinende Ersatzdrogen der Pharma-Industrie wie Leck-mich-am-Arsch-Pillen & Co. lösen keine Probleme.

Also muss ich selbst aktiv werden. Genügend Schlaues in diversen Büchern habe ich gelesen oder gehört. Wirklich neu war kaum etwas. Im Gegenteil: Das meiste kannte ich schon. Es wird nicht verwundern, dass mein Quell solcher Lebens-Weisheiten oft meine Großmutter war.

Gelassen meint zum Beispiel, das Anderssein zu akzeptieren. Ich bin gern pünktlich und kann es nur schwer ertragen, sind es andere nicht. Zitat Alexandrine dazu: „Gottes Garten ist groß und bietet Platz für viele Geschöpfe.“

Sie lehrte mich auch Achtsamkeit. Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst vor allem. Das verstand ich neunmalkluger Hosenscheißer damals noch nicht. Aber das sollte meine Königs-Disziplin werden: Dabei habe ich den größten Nachholbedarf. Und das ist wohl der Grund, warum ich selten tatsächlich entspannt und locker bin.

Das rechte Maß zu finden, ist allerdings eine Herausforderung und meint eben, nicht immer bis Anschlag zu arbeiten, das Maximum zu wollen, sondern das Optimum zu finden.

Vor allem dabei scheine ich mich besonders schwer zu tun, obwohl ich zum Beispiel die französische Lebensart genieße. Dieses „Laissez-faire“ – was so viel wie „lasst machen“ im Sinne von „einfach laufen lassen“ bedeutet, bekomme ich aber nicht im Alltag hin. Eigentlich schade.

Geduld und Großzügigkeit sind weitere Garanten für mehr Gelassenheit. Humor  zu haben, hilft Konflikte zu entschärfen. Außerdem ist es gut, auch mal über sich selbst lachen zu können. Wir nehmen uns nämlich viel zu oft viel zu ernst.

Mit solch freundlicher bis ironischer Distanz zu einem selbst ist man(n und frau) im Übrigen viel eher bereit, engagiert jene Dinge anzugehen, die unbedingt zu machen sind. Belohnung dafür ist meist, tatsächlich Zufriedenheit mit den Resultaten seiner Anstrengungen zu erlangen.

Pfiffig zu sein, das riet mir die Großmama ebenfalls: Sich auf andere zu verlassen, sie zu Verbündeten zu machen, ist eigentlich nicht schwer. Einfach nur auf deren Kompetenz und Sachverstand setzen, dann klappt es mit der Nachbarin. Und dem Nachbarn 🙂

Dazu gehört Mut, keine Frage. Aber gerade dieses Vertrauen in sich selbst und in andere zu setzen, schafft Entlastung, sorgt für entspanntes Klima auf Arbeit und im Privatleben.

Dann gelingt auch, sich voller Hingabe seinen Dingen widmen zu können.

Was fehlt?
Dass Alexandrine das letzte Wort haben darf:

„Nur was man gern macht, macht man gut.“

Eben!

In dem Sinne: Ihnen, Euch allen ein spannendes, anregendes und erfolgreiches Jahr 2014!

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