Das Wort zum MUTwoch (73): Zähne zeigen (II)

„Lächeln ist die schönste Art, sich die Zähne zu zeigen.“

Nein, ich mache gerade ganz gewiss nicht Werbung für die Gilde der Gebiss-Sanierer. Obwohl meine Lieblings-Schwägerin eine solche Kau-Werkzeugmacherin ist! Ich halte lieber Abstand zu dieser gänzlich anderen Art von Mundwerkern, als ich einer bin. Weil ich keinen Schmerz ertrage.

Aber ich kann heute wirklich nicht anders. Deshalb zitiere ich diesen Spruch „Lächeln ist die schönste Art, sich die Zähne zu zeigen“ aus meinem allerersten „MUTwoch“, dem vom 29. Februar 2012.

72 MUTwoche später guttenberge ich deshalb, um mich zu erinnern. Nämlich daran, dass ich vor 17 Monaten schon einmal den Plan hatte, gelassener zu werden.

Wenn’s denn nur so einfach wäre! (Fehl-)Verhalten zu erkennen, bedarf es nicht viel. Wie man in den Wald ruft… – Sie wissen schon. Raus aus solchen Routinen zu kommen, ist dann aber was ganz anderes.

Gelassenheit sei ein „Zustand von Souveränität und Angstfreiheit“, schreibt Elke Nürnberger. Ich habe ihr schmales Büchlein „Gelassenheit lernen“ mal so eben nebenher durchgeschmökert.

Nichts stand da, was ich nicht schon einmal gehört oder gelesen hätte: Man müsse lernen, „Nein“ zu sagen, um nicht überfordert zu werden. Ordnung ins Leben bringe, wenn man Prioritäten setze. Und nicht zu vergessen: Unbedingt solle man daran denken, regelmäßig Aus-Zeiten zu nehmen, den Akku wieder aufzuladen.

Nicht Neues, alles wohl bekannt. Aber die Erinnerung daran holte das verschüttete Wissen ans Tageslicht. Vor allem aber erinnerte ich mich eines Zitats von Franz von Assisi:

„Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.“

Ja, genau!
Das war der Spruch, der schon zu Zeiten als TA-Lokalredakteur über meinem Schreibtisch prangte.
Und ich schmunzelte jedes Mal, wenn ich ihn las…

Übrigens braucht man 54 Muskeln, um ein böses Gesicht zu machen! Hingegen „reichen“ 43, um zu lächeln.

Lächeln ist also viel weniger anstrengend und daher eben „die schönste Art, sich die Zähne zu zeigen.“

Machen Sie das mal! Sie werden über die Wirkung staunen! So mancher, der als wütender Tiger springt, landet dann als flauschiger Bettvorleger.

Deshalb bleibt es mein Motto – für heute und immerdar: Zähne zeigen!
Aber nur so! 🙂

Seit 29. Februar 2012 gibt es “Das Wort zum MUTwoch” in der

Außerdem erscheint seit Dezember 2002 im “Oscar am Freitag” in der Lokalausgabe Gotha am jeweils letzten Freitag im Monat meine gedruckte Kolumne “Der Aschenbrenner hat das Wort”; die hier auch anschließend veröffentlicht wird.

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