Das Wort zum MUTwoch (110): Frauen verstehen

(Foto: Karl-Heinz Laube/Anke Mäbert/pixelio.de)

„Die Männer, die mit den Frauen am besten auskommen,
sind dieselben, die wissen,
wie man ohne sie auskommt.“
(Charles Baudelaire, 1821 – 1867)*

Seit Adam und Eva wird die Mann-Frau-Kiste beschrieben, bedichtet, gemalt, vertont, verfilmt, erlebt und erlitten.

Und sie ist ein einträgliches Thema: Die einen fabulierten über „Feuchtgebiete“, andere machten sich auf die Suche nach „Shades of grey“. Dritte erklärten, warum „Männer vom Mars und Frauen von der Venus“ stammen. „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit“ ließ sich im Kino-Kollektiv beäugen …

Ernsthafter und deshalb wohl auch umstrittener war „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“. Geschrieben 1999, kamen Biologie und Evolutionspsychologie zum Zuge, um die Unterschiede zwischen Männern und Frauen zu erklären. Barbara und Allan Peace (nomen est omen?) schlussfolgerten, wir wären glücklicher, akzeptierten wir dies und passten uns an. Daher sollte man Männer und Frauen auch nicht gleichmachen, so sehr Politiker dies auch versuchen.

Wirkliche Kenner wie das Paar Peace oder solche wie das britische Heim & Herd-Sadomasochen Erika Leonard – besser bekannt unter ihrem Pseudonym E. L. James – machen deutlich mehr Kohle mit ihrer Wortdrechselei als einermeiner.

Was sich ändern könnte: Diverse Erfahrungen mit deutlichem Frauenüberschuss im privaten wie beruflichen Leben hat er schließlich, der Herr Aschenbrenner.

Doch sollte ich jemals ein Buch übers ewig Weibliche und den an sich davon ahnungslosen Mann schreiben, dann lasse ich mich ganz sicher von Isabell Allende und ihrem kulinarisch-erotischen Werk „Aphrodite – Eine Feier der Sinne“ inspirieren.

Denn eines habe ich verstanden: Menschen, die zu genießen wissen, sind Menschen, die am besten zu genießen sind.

In dem Sinne:
Euch und Ihnen allen einen guten, genussreichen MUTwoch!

* Heute (9. April) vor 193 Jahren wurde der französische Lyriker und Schriftsteller Charles Baudelaire geboren. Mit 36 Jahren verfasste er „Les Fleurs du Mal“ (dt. „Die Blumen des Bösen“). Diese 158 Gedichte resp. Kapitel brachten ihn bei ihrer Erstveröffentlichung eine Anklage wegen Verletzung der öffentlichen Moral ein, weshalb Baudelaire zunächst sechs als anstößig bezeichnete Gedichte entfernen musste.
Für Interessierte – hier sind alle 158 skandalösen Verse …

Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.