Klug-Scheißereien (7): Jemanden die Leviten lesen

Was für ein sonniger Sonntag heute?! Der motivierte mich, meinem Drahtesel die Sporen geben zu wollen. Trotz geprellter Rippen …

Dazu kam es aber nicht, denn nach 100 m hatte ich ein Einsehen und Tränen in den Augen. Was für ein bescheuerter Plan!? Das fand auch eine Freundin, die mir die Leviten las.

Halt! „Leviten lesen“ – woher kommt das? Neugier geweckt, Bücher geschmökert und in der Bibel, im Alten Testament, schnell fündig geworden.

Leviticus ist der lateinische Name für das 3. Buch Mose im Alten Testament und handelt von den Leviten. Das war der jüdische Stamm, benannt nach seinem Gründer Levi. Als Leviten wurden laut Altem Testament auch Tempeldiener bezeichnet. Vor allem sie hatten sich den im Buch Leviticus enthaltenen Verhaltensregeln zu unterwerfen.

Im Mittelalter dann war es Brauch, bei Strafpredigten Texte aus dem Buch Leviticus zu lesen. So sollten vor allem jene, die in religiösen Gemeinschaften lebten, zum moralisch einwandfreien, Gott gefälligem Leben motiviert werden.

Das scheint dann auch der Ursprung dafür, dass einem „die Leviten“ gelesen werden.

Wissen macht eben doch „Ah!“

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