Haarige Angelegenheit

Udo Walz, Deutschlands Promi-Friseur Nr. 1, kommt am 14. Januar 2012 nach Gotha. Im Best Western-Hotel „Der Lindenhof“ hantiert er nicht nur bei seiner „Vorher-Nachher-Show“ mit Kamm, Schere und Kosmetika, sondern er schwingt sich dann auch auf die VIP-Schaukel zum „Society-Talk“.

„Waschen, schneiden, lieben“. Das ist der Titel seines zweiten Buches. Udo Walz ließ sich 2000 dafür helfen. So, wie auch drei Jahre zuvor beim Buch-Erstling „Haargenau: Mein Leben für die Schönheit“. Und – im Gegensatz zu anderen – hat er kein Problem, das zuzugeben. „Das Leben ist keine Generalprobe“, lautet schließlich sein Lebensmotto. Irgendwann sei ihm das eingefallen. Bisher verriet er noch nicht, wessen Schopf er da unter der Schere hatte oder auf welcher Party ihn die Muse küsste.

Der deutsche Star-Friseur ist schließlich der Friseur der Stare. Und das, obwohl er noch nicht einmal seinen (Handwerks-)Meister gemacht hat! Aber wer was auf sich hält, hält dem Maestro seinen Kopf hin. Eignen Angaben zufolge hat er schon mehr als 200.000 Leuten den Kopf gewaschen.

Walz gilt dennoch als verschwiegen. Eine eher untypische Eigenschaft von Friseuren, glaubt man den Vorurteilen. Aber wer – wie er – Klischees blöd findet, darf auch aus der Tolle fallen. Unspektakulär geht er seit vielen Jahren mit seiner Homosexualität um. Um zugleich in einem Interview provozierend zu behaupten: „Mit schwulen Männern kann ich nichts anfangen.“[1]

Walz schreibt inzwischen weit mehr Autogramme als Rechnungen für Haarschnitte. Trotzdem verdient er sein Geld immer noch „und bis ich umfalle“, wie er gern auf Journalistenfragen antwortet, mit haarigen Angelegenheiten.

Walz sah schon die ganze Welt. Außer Gotha. Deshalb kommt er jetzt. Am 14. Januar 2012 ist er im Best Western „Der Lindenhof“. Um 19 Uhr beginnt seine Show. Logisch, dass die mit Kamm, Schere und diversen Kosmetika zu tun hat.

Nach der „Vorher-Nachher-Show“, bei der sein Visagisten-Team dem „Herrn der Haare und Herzen“ zur Seite steht, nimmt er in der VIP-Schaukel neben Olaf Seibicke Platz. Des „Lindenhofs“ Chefhotelier und –Entertainer klatscht und tratscht dann zum garantiert großen Vergnügen des Publikums.

Und auch wenn’s ein Society-Talk werden wird, kommen bisher unbeantwortete Fragen zur Vita Walz’ zur Sprache: Hat er nun Ulrike Meinhof frisiert?[2] Und wieso sprach er sich erst öffentlich gegen die Homo-Ehe aus, um dann später seinen Lebensgefährten Carsten Tamm zu heiraten?[3]

Ist der Wissensdurst dann befriedigt, werden nicht nur die Löcher, die Seibicke und das Publikum in den Bauch des Star-Haarschneiders fragte, gefüllt: Den Abend beschließt ein Vier-Gänge-Menü vom Feinsten.

Und da findet sich garantiert nicht ein Haar – weder in der Suppe noch sonst wo.

Karten zu 79 Euro gibt es ab sofort im Hotel, unter 03621 7720 oder 772410 (Fax) und unter info@lindenhof.bestwestern.de!

[1] 25.07.2004, Der Tagesspiegel, „An der Schnittstelle“ (Elisabeth Binder)

[2] 06.12.2006, www.buchmarkt.de, „Warum die Tochter von Ulrike Meinhof unter Umständen ,Terroristentochter’ genannt werden darf“, (Rainer Dresen – Die Rechte-Kolumne),

[3] 01.10.2004,  www.queer.de, „Udo Walz gegen Homo-Ehe“

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