Durchschnittliches

„Im Durchschnitt war der Dorfteich einen Meter tief. Und trotzdem ist die Kuh ersoffen…“

30,90 Euro – das kostete im vorigen Jahr einem deutschen Arbeitgeber im Durchschnitt eine Arbeitsstunde. Solche Zahlen stammen – wie so oft – vom Statistische Bundesamt in Wiesbaden und wurden eben veröffentlicht.

Im europäischen Vergleich haben wir damit Platz acht errungen: Teurer war die Arbeit in Dänemark, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, Finnland und den Niederlanden. Bulgarien ist das Schlusslicht mit 2,90 Euro.

Durchschnittswerte haben was. Jeder kann sich daran messen. Und anschließend zufrieden sein. Oder auch nicht.

Denn wenn die Energiewirtschaft die Branche mit den höchsten Kosten ist (50,30 Euro), brauchen wir uns über die horrenden Strompreise nicht wundern. Das Gastgewerbe hat mit 16,10 Euro die rote Laterne – was man angesichts der meisten Gaststättenpreise nun wiederum wohl kaum annehmen würde.

Was mich erstaunte, war, dass bei den oft debattierten Lohnnebenkosten Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt von 36 Euro liegt und auf Rang 13: 2009 zahlten demnach Arbeitgeber auf 100 Euro Bruttolohn 32 Euro Lohnnebenkosten. Zum Vergleich: Frankreich – 50 Euro, Schweden – 49 Euro. Am günstigsten hier Malta, mit neun Euro Lohnnebenkosten.

Und was bringt uns das Ganze?

Nichts.

Aber es ist gut, zu wissen… 🙂

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