… ich bin nicht allein

Der Chefredakteur „meiner“ Thüringer Allgemeinen“, Paul-Josef Raue, dankte gestern auf der Titelseite den Lesern:

„Die Zahl der Bürger, die unsere Zeitung regelmäßig lesen, ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Gut drei Prozent mehr Menschen greifen zur ,Thüringer Allgemeine‘.“

Heute tat es ihm TLZ-Chefredakteur Hans Hoffmeister nach. Er vermeldete sogar, dass elf Prozent (!) mehr Thüringerinnen und Thüringer zu seinem Blatt gegriffen hätten.

Solche Jubelnachrichten hörte man aus dem Hause Erzigkeit bisher nicht. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag im ZGT-Land …

Ich las jedenfalls gestern und staune nicht schlecht: Denn laut IVW-Auflagenzahlen für das 2. Quartal haben die ZGT-Titel TA, TLZ und OTZ mit derzeit 296.102 Abonnenten ein Minus von 3,59 % zum Vergleichszeitraum 2009 (307.121 Abos; -11.019 Exemplare).

Dann machte es “klick”: Raue wie Hoffmeister sprachen ja von “Lesern”, nicht von “zahlenden Lesern”.

Das trifft dann nicht nur meine Alltagserfahrung: Im Bekanntenkreis steigt die Zahl jener, die die Abo-Kosten teilen. Dazu kommen nicht wenige, die “ihre” abonnierte TA, TLZ oder OTZ Nachbarn oder Freunden weitergeben.

Meine Steuerberaterin meinte einst zu mir, dass ich womöglich ein passabler Journalist wäre. Aber meine unternehmerischen Qualitäten ließen zu wünschen übrig.

Das traf mich hart.

Ich sehe das jetzt ein wenig entspannter.

Ich weiß die Chefredakteure der TA und der TLZ an meiner Seite …

Strauss’ „Zigeunerbaron“  2010
Ja, das Rechnen und das Lesen,
ist nie mein Fach gewesen,
Denn schon in frühen Kindertagen
verdrückte ich mich in Verlagen,
Auch war ich nie ein Dichter,
potz Donnerwetter Parapluie!
Nur immer ZGT-Vernichter,
Poetisch war ich nie!

Ja, mein idealer Lebenssinn:
Ich richte Zeitungen hin.
Mein idealer Lebenssinn:
Ich richte Zeitungen hin.

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