HWK-Zukunftspreis 2016 (3): Wie wunderschön wechselhaft

Frauen werden Michael Plaßky lieben. Männer eher nicht. Denn der clevere Konstrukteur aus Kammerforst will uns alle einwickeln. Er hat nämlich mit seiner neuen Firma, mit der er demnächst in die Start-up-Phase startet, Lampenschirme auf dem Schirm.

Michael steht auf Profile. Solche aus Aluminium. Denen verfiel er, als er es sieben Jahre lang mit der Automobilbranche hatte. Und dort ging ihm ein Licht auf, weshalb er einen Lampenschirm aus Profilen entwarf.

Bei denen fanden die Oberflächen Halt und Führung in Alu-Profilen, „weil sie leicht und zugleich stabil sind“. Außerdem lassen sie sich prima pulverbeschichten und prangen dann in allen Regenbogenfarben, matt und lackiert.

Plaßky-Lampen warfen sich zudem immer schon schick in Schale. So zahlreich die Werkstoffe, aus denen diese Schirmträume waren, so vielfältig auch deren optische Gestaltung. Die seine Frau Katharina beisteuert.

Hochwertig das Material. Eine Augenweide die Optik. Und dennoch fehlte Michael etwas zum absoluten Kick: Ihm schwebte vor, dass sich jederzeit und kinderleicht die Schirme austauschen ließen – mit einem Klick.

Ganz nach Gusto würde man(n) – und vor allem Frau! – dann jeder Stimmung Struktur oder Transparenz, mehr oder weniger Licht verleihen können. Was man sich mit der Zeit satt gesehen, wäre ersetzt im Handumdrehen.

Diesen letzten Kick zum Wechselglück verschaffte ihm Hollywood: Plaßky mag „Magneto“. Das ist eigentlich ein Superschurke. Eine US-Comicfigur, die es mit den „X-Men“-Filmen in die Kinos brachte. Dieser Max „Magneto“ Eisenhardt ist ein Magier der Magnetfelder. Und genau deshalb mochte Micha diesen Mutanten.

Also spickte er seine Alu-Profile mit kleinen Dauermagneten. Und schon zog sich an, was zusammengehört. Zumindest solange, bis dass eine Laune des Lampeneigners Rahmen und Schirm scheidet.

Die Null-Nummer der neuen Kollektion bestand gerade ihre Feuertaufe. Bekommt jetzt den letzten Schliff. Aber schon bald soll es bei Plasky-Kunden heißen: „Oh, wie wunderschön wechselhaft…“

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