Das Wort zum MUTwoch (137): Zote für die Quote

Also, mal ganz ehrlich: Ich bin doof. Zumindest geschäftsuntüchtig. Das bescheinigte mir Frau D. aus GüWe – meine Steuerberaterin – zwar schon vor Jahren. Aber die Lernfähigkeit eines einäugigen, skorpionischen Immer-noch-Blondschöpfchens (Baujahr 1961), der obendrein gern damit kokettiert, zu 30 % Mädchen zu sein (innerlich! – emotional!), ist eben nicht sonderlich ausgeprägt. Doof bin ich deshalb, weil ich offensichtlich meine schreibtischlerischen Talente verschwende. Aschenbrenners Wortdrechseleien werden zwar geschätzt. Es gibt sogar Leute, die mich dafür entlohnen, dass ich für sie […]


Das Wort zum MUTwoch (136): Dein Freund und Helfer…

Heute Mittag. Auf dem Rückweg vom Termin in Königsee. Auf bekanntem Kurs. Daher spielen die Gedanken im Kopf Hasche. Kurz nach Gehren – am Straßenrand steht ein warnblinkendes Polizeiauto. Und der dazugehörige Freund und Helfer… – der mich herauswinkt. Prompt mault der böse Fred ins rechte Ohr: „Na, haste wieder Scheiße gebaut?“ War ich zu schnell? Habe ich eben doch bei Kirschgrün die Kreuzung gequert? Keine Zeit für weitere Spekulationen: Ich halte, krame Fahrerlaubnis und Fahrzeugpapiere heraus, lasse die Scheibe […]


Von einem der auszog, das Wandern zu lernen (I)

16 Jahre lebte ich schon in Thüringen, im Landkreis Gotha. Aber erst im Oktober 2006 machte ich mich auf, den Rennsteig zu erstürmen. Gegen Bezahlung. Fürs „Freie Wort“ fabrizierten nette Kolleginnen und Kollegen wie auch der Herr Aschenbrenner – alles Wandernovizen – eine Reportage-Serie.   Brüder, zur Sonne… Der Rennsteig. Offizielle 168,3 km lang. Bei seiner jüngsten Vermessung 2003 kam man auf 169 Kilometer, 293 Meter und 77 cm. Also dann. Auf zur ersten Etappe. Gleich hinter Hörschels Ortseingang ist […]


Das Wort zum MUTwoch (135): Wenn Muthig früh zur Arbeit geht…

Jüngst zwischen Friemar und Pferdingsleben. Eine Beerdigung erster Klasse. Für eine Wasserleitung. Günter Haemisch haut den Hebel rum. Gefügig erwacht der „Föckersperger“, hustet ein paar Rußwölkchen ab und grummelt dann vor sich hin. Der „Föckersperger“ ist ein Unikum, das ein wenig wie ein entfernter Verwandter der Kampfspinne aus „Wild Wild West“ anmutet. Doch Haemischs Günther ist nicht Dr. Arliss Loveless, der exzentrische Südstaaten-Millionär, sondern ein Muthig-Mann. Einer von der gleichnamigen Mellinger Leitungsbau-GmbH. Und sein „Föckersperger“ nicht achtbeinig, sondern vierrädrig und […]


Das Wort zum MUTwoch (134): Schilda her!

In Gotha, so ein geflügeltes Wort, waren einst die Bauern klüger als andernorts die Edelleute. Deshalb, weil Ernst I. der erste deutsche Fürst war, der seinem Volke 1642 die allgemeine Schulpflicht verordnete. Glücklicherweise scheint sich die Klugheit vererbt zu haben. Nicht gleichmäßig, gewiss. Aber immerhin… Immerhin beweisen nicht wenige Gothaer Weitsicht und haben ihr Gotha so lieb, dass sie für ihr Gotha sogar den Geldbeutel öffnen und klingende Münze springen lassen. Dafür, dass ordentliche deutsche Schilder angeschafft werden konnten. Die […]